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Samstag, 11. April 2015

Wie ein Flüstern im Wind

Es begann vor Jahren, ich dachte nicht einmal daran, einmal zu schreiben. Ich war noch so unbedarft, so jung, ein Kind eben. Trotzdem spukten auch da schon Geschichten und Figuren um mich herum, wie Geister, die ich zwar spürte, aber noch nicht zu fassen bekam. Ich konnte auch noch kein vollständiges Bild weben, aber das war damals nicht wichtig, nur das Gefühl im Spiel zählte. Ich traf ihn in einem meiner einsamsten Momente, auf einer Treppe, im Flur meines Elternhauses. Ich weiß nicht mehr, warum ich einsam war, oder wie alt ich damals gewesen bin. Aber diese Szene leuchtet aus meinen Erinnerungen hervor, wie ein Stern in tiefster Dunkelheit. Vielleicht fühlte ich mich von allen unverstanden, mit meinen abenteuerlichen Geschichten, die meine Gedanken beherrschten. In mir klaffte zudem ein kleines Loch, das ich füllen wollte. Etwas fehlte mir, doch ich kam nicht darauf, was dieses fehlende Puzzleteil sein könnte.
Bis ich sein Flüstern hörte: "Ich bin hier ..."
Wahrscheinlich haltet ihr mich für verschroben oder verrückt, aber das ist nicht schlimm, das kenn ich schon. Und wisst ihr was? Ich liebe diese Verrücktheit, ich bin stolz darauf. Denn wie sollte ich eine Geschichte spinnen, wenn ich nicht zu dieser kleinen Verrücktheit Zugang hätte? Wie sollten sonst komplexe Personen oder ganze Welten entstehen?

Sonntag, 31. Juli 2011

Magie im Eifelwald

Schon bei meiner Ankunft fühlte ich pure Freude, wieder an diesem Ort zu sein. Der alte Eifelwald hatte mich schon letztes Jahr gefangen genommen. Doch erst als ich meine Freundin und ihre wunderbaren Pferde begrüßte, war ich wirklich angekommen.
Es gab noch ein paar Vorbereitungen zu treffen, aber für mich fühlte sich nichts wie Arbeit an. Alle waren so von Freude durchflutet, mich zu sehen.
Schließlich lag die alte Prümerburg vor mir. Heller Sandstein ragte aus dem Wald hervor und eine besondere Aura lag über diesem Ort. Die Efeuranken wanden sich über die alten Steine und verdeutlichten die Verbindung, die die alte Burg mit der Natur eingegangen war.
Der untere Bereich der Festung verbarg das Geheimnis eines fast vergessenen Tunnels und bebte in seiner kühlen Dunkelheit vor Spannung. Am liebsten hätte ich mir eine Fackel herbeigezaubert, die Gitter aus den Angeln gerissen und diese mystische Finsternis erforscht, so wie meine beiden Hauprotagonisten die Kellerbereiche der irischen Festung Ross Castle. Ich lächelte über meine Gedanken. Natürlich waren die Gitter fest eingefasst, Fackeln gab es nicht und der Tunnel war zugeschüttet. Trotzdem nahm diese Tatsache mir nichts von meiner Faszination. Schließlich lief ich die alten Treppen hinauf und blickte über das weite Tal.