Montag, 23. Juni 2014

Auf Amelies Spuren ...


Gestern habe ich etwas gewagt, was ich schon immer tun wollte, was ich mich aber nie getraut habe: Klettern im Hochseilgarten.
Insgeheim wollte ich schon immer auf Bäumen herumklettern und als Kind habe ich das auch gemacht. Meine leichte Höhenangst hat nur Vieles verhindert, auch wenn ich immer ein wenig dagegen angekämpft habe. Doch letztens bei einem Besuch am Halterner Stausee spazierten mein Mann und ich direkt an dem Klettergarten vorbei und es hat mich gepackt. Ich wusste, das will ich auch machen! Auch wenn ich die Baumszenen in Schattenhauch oft mit schweißnassen Händen geschrieben habe, weil ich durch Amelies oder Derlyns Augen gesehen habe, so wollte ich mir so ein Abenteuer nicht entgehen lassen. Da auch meine Tochter hellauf begeistert war, wagten wir uns also in die Bäume. Und was soll ich sagen? Es war genial.
Der 3 Meter Parcour war für mich noch völlig problemlos und auch leicht zu bewältigen. Durch die zweifache Sicherung, an der wir auch an bestimmten Stellen Seilbahn fuhren, fühlte ich mich erstaunlich sicher. Auch der 4 Meter Parcour war einfach und von der Höhe völlig akzeptabel. Ich lächelte den Spaziergängern von unten zu und kletterte wie ein Äffchen von Baum zu Baum und ich möchte mal behaupten, dass ich das doch recht ordentlich hinbekam, denn mein Mann schaute mich auf der Plattform ab und zu an und sagte sinngemäß: "Du bist schon da? Wow!"
Da schwebte ich also über die Seile, Brücken und Konstruktionen, fühlte mich wunderbar. Die Sonne spitzte immer wieder durch die Wipfel. Über mir, viel näher als sonst, rauschte das Laub in den Baumkronen, und das Unterholz wirkte wie ein wiegender Teppich.
Im 6 Meter Parcour wurde mir dann zuweilen doch etwas schwummerig, aber dann kuschelte ich ein bisschen mit den Bäumen - wie meine Tochter so schön sagte - und dies half mir. (Soll heißen, ich umklammerte auf dem Wartepodest den armen Baum.) Aber auch hier überwogen der Spaß am Klettern und die Faszination. Dann stellte sich die Frage, was wir in der letzten Stunde tun sollten. Mein Mann wollte auf den 10 Meter Parcour, da waren meine Tochter und ich allerdings (noch) zu feige für. Wir wählten euphorisch den Tandem-Parcour für zwei Personen, Jasmin und ich konnten also gleichzeitig bzw. nebeneinander klettern ... Hätten wir uns mal für die 10 Meter entschieden. *hmpf* Denn auch wenn das Paarklettern nur 5 Meter hoch war, so war dies mit Abstand der anstrengendste und heikelste Parcour. Meine Süße und ich sprachen uns gegenseitig Mut zu, bibberten über die wackligen Seile und sagten uns immer wieder: "Wir haben ja die Gurte, selbst wenn wir fallen, dann hängen wir eben ein bisschen rum." Überwinden mussten wir uns trotzdem, weil es einfach so wackelig und anstrengend war. Und mein Mann? Der durfte Seilbahn fahren, denn der 10 Meter Parcour ist der Flying Fox, das heißt: nicht klettern, sondern fliegen. Ich sag ja, wären wir mal mutig gewesen ...
Nächstes Mal sind wir also keine Hasenfüße und besteigen auch die 10 Meter, denn ich will auch fliegen! Und ein nächstes Mal wird es geben! Ich will wieder hinauf, in die Bäume und weiter auf den Spuren meines Buches wandeln, wo die Bäume so wichtig sind. :-)


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