Donnerstag, 25. September 2014

Blockiert?

Wie überwindet man eine Schreibblockade? Eine gute Frage, die ich mir in den letzten Wochen häufig gestellt habe. Eigentlich kannte ich so etwas nicht. Wenn ich mich früher an den PC gesetzt habe, war es, als schaltete jemand etwas in mir an, ich sah meine Geschichte wie einen Film im Kopf und schrieb. Aber was, wenn dieser Film plötzlich nicht richtig angeht? Wenn die Verbindung gestört ist und das Bild nur manchmal aufflackert? Viele sagen dann, trink mal einen Kaffee, höre bisschen Musik, geh spazieren ... 
Und wenn das nicht hilft?
Seit zwei Wochen habe ich dieses Problem überwunden, aber nur, weil ich mich rigoros von Druck befreit habe. Denn dieser hat meine Verbindung derart gestört, dass ich froh war, wenn ich zehn Sätze geschafft habe. Demzufolge rannte ich rum wie ein Zombie und fühlte mich auch irgendwie so. Ich brauche das Schreiben! Es ist für mich wie Atmen. Und als dieser Atem stockte, blieb ich hilflos zurück. Ein seltsames Gefühl.
Wirkliche Tipps habe ich nicht gegen eine Schreibblockade, aber man sollte nicht aufgeben, sich immer wieder dransetzen, und wenn man nur zwei gute Sätze zustande kriegt. Ich habe lernen müssen, ohne schlechtes Gewissen auch mal Auszeiten zu nehmen. Von einigem habe ich mich getrennt, auch von einigen Einstellungen. Ich denke, das war der wichtigste Schritt. Nun fließt es wieder und ich habe feststellen müssen, dass ich dieses Gefühl viel mehr genieße als vorher, ich nehme es nicht mehr als selbstverständlich hin - und das ist auch gut so.


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