Sonntag, 15. Dezember 2013

Wir sind früh dran ...


… dachte ich heute, als mein Mann sich auf den Wunsch meiner Tochter einließ und den Weihnachtsbaum schon heute einstielte. Ach was soll's, sagte ich zu mir und sorgte etwas für Plätzchenduft, indem ich mich erneut in das Abenteuer Backen stürzte. Nachdem unsere ersten Kekse vor einigen Tagen wie im Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ verbrannt waren und auch der Fertigteig ziemlich furchtbar gewesen war, machte ich es heute traditionell mit Rezept − wie es sich gehört. Weihnachtslieder dudelten, mein Mann und meine Kleine schmückten mit Hingabe den Baum, wie jedes Jahr, und ich fühlte das erste Mal ein kleines Weihnachtsgefühl. Irgendwie ist mir das in den letzten Jahren abhanden gekommen. Irgendwo hab ich es verloren und ich finde es einfach nicht mehr wirklich wieder. Doch heute griff ich zur Gitarre, natürlich nach den Plätzchen, und erinnerte mich an die Lieder, die ich früher geliebt hatte. Langsam, ganz langsam keimte der Same, aber er wagte sich noch nicht hervor. Ob ich mein früheres Weihnachtsgefühl finde? Nein. Es ist fort. Das spüre ich und es macht mich traurig. Also begebe ich mich auf die Suche nach einer neuen Empfindung, die vielleicht einer anderen Wurzel folgt. Wer weiß, wo diese vorgedrungen ist und was dort verborgen liegt. Ich hoffe wirklich, dass ich es schaffe, dieses Geheimnis bis Weihnachten für mich zu lüften … 

 

 

 

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