Das Meer musste ich zurücklassen und nun sitze ich also wieder hier und träume von dem kleinen Fischerort Hvide Sande und dem Haus in Årgab, das sich in die Dünen schmiegte, von wo aus ich nur über einen Dünenkamm laufen musste, um am Strand sein zu können. Ich höre noch das Rauschen der Wellen und spüre noch den Sand unter meinen Füßen, obwohl ich nun in meiner gemütlichen Küche sitze. Auch die Möwen rufen noch, tief in meinem Inneren. Der Geruch nach Salz und Fisch taucht wieder auf, wenn ich die Augen schließe und die alten Kutter schaukeln im kleinen Hafen im sanften Wellengang. Nicht nur die Fotos werden die Erinnerung wachhalten, vielmehr das Gefühl, das ich an dem Ort verspürt habe.
Urlaub ist etwas Wunderschönes. Doch ich kehre auch mit Sehnsucht zu meinen Geschichten zurück, die ich natürlich auch in Dänemark nicht einschlafen ließ. Mein neu erwachter Vampir Andrei ließ mich trotz sonnigen Dünen in die Katakomben von Orville van Dahlen, dem Vampirfürst, gehen. Und nur das Rauschen des Meeres glich sich. Andrei hörte es vielleicht weit entfernt in seinem dunklen Gefängnis, während ich bei strahlendem Sonnenschein, der ihn verbrannt hätte, seine Geschichte weiterschrieb.